Hohe Dunkelziffer bei Diabetes


Selbsttest auf mögliche Erkrankung
Hohe Dunkelziffer bei Diabetes

Deutschlandweit sind 6,7 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, darunter zwei Millionen Menschen, ohne es zu wissen. Experten rufen dazu auf, das eigene Risiko für eine mögliche Erkrankung mithilfe eines Tests zu ermitteln.
Bewegungsmangel, fettreiche Ernährung oder Übergewicht erhöhen das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Bei Typ-2-Diabetes handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, bei der die Körperzellen nur noch eingeschränkt auf Insulin reagieren. Folglich nehmen sie nur noch sehr eingeschränkt Zucker auf, sodass der Blutzucker-Spiegel ansteigt. Der gleichzeitige Insulinmangel wird vor allem anfangs oft durch eine Lebensstiländerung ausgeglichen. Einige Betroffene reicht dies später jedoch nicht mehr aus, sodass sie sich später Insulin spritzen.

Nierenversagen aufgrund Typ-2-Diabetes
Doch Betroffene leiden nicht nur unter der Erkrankung selbst, sondern auch an Folgeerkrankungen, die im Rahmen der Stoffwechselkrankheit auftreten. „Nach wie vor sterben etwa 75 Prozent der Menschen mit Diabetes verfrüht an kardiovaskulären Komplikationen. In Deutschland werden jährlich etwa 50.000 Amputationen vorgenommen und Typ-2-Diabetes ist immer noch die häufigste Erkrankung, die zu Nierenversagen und Dialyse-Pflichtigkeit führt“, erläutert Prof. Dr. med. Thomas Danne, Leiter der Abteilung für Allgemeine Pädiatrie mit Schwerpunkt Kinderdiabetologie am Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover.

Kosten für das Gesundheitssystem steigen
Neben der hohen Dunkelziffer sowie der steigenden Zahl der Betroffenen beunruhigt die Experten auch die damit verbundenen zunehmenden Behandlungskosten. 2009 betrugen die direkten Kosten 48 Milliarden Euro. Die zunehmende Zahl an Betroffenen erhöht die Ausgaben seit 2000 jährlich um 24 Prozent. „Um diese hohen Kosten zu senken, muss mehr für die Prävention und eine frühere Diagnosestellung getan werden“, betont der Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe (diabetesDE) Prof. Danne.

Test auf Diabetes zur Selbstanwendung Experten von diabetesDE entwickelten einen Test, der Anwendern ihr Risiko für eine Diabetes-Erkrankung anzeigt. Bei dem Online-Test wählen Anwender in den Bereichen Alter, Körpergröße und Taillenumfang die persönliche Antwort aus. Auch zu gesundheitlichen Aspekten wie Bluthochdruck und Diabetes-Erkrankungen in der Familie sind Angaben zu machen.

Zusätzlich erfasst der Test Aspekte zum Lebensttil: Fragen zur körperlichen Aktivität und zum Vollkorn- und Müsliverzehr, Fleischkonsum, Kaffeegenuss und Raucherstatus vervollständigen den Fragebogen. Je nach dem, in welchem Bereich die ausgewertete Punktezahl liegt, erhält der Anwender eine direkte Handlungsanweisung. Anschließend geben Experten Tipps zur dauerhaften Senkung ihres Diabetes-Risikos.
Tipps zum Senken des Risikos auf Typ-2-Diabetes

Die Experten von diabetesDE empfehlen folgende Verhaltensmaßnahmen, um einen Typ-2-Diabetes vorzubeugen.

  • Achten Sie darauf, dass sich Ihr Gewicht und Ihr Taillienumfang im Normalbereich befinden
  • Regelmäßige Bewegung hilft, Körpergewicht und Taillenumfang in einem gesunden Bereich zu halten. Die Experten raten zu mindestens fünf Stunden körperlicher Aktivität in der Woche.
  • Bevorzugen Sie bei der Wahl von Getreidekprodukten wie Brot und Backwaren, Nudeln, Reis und Getreideflocken solche Produkte, die einen hohen Vollkornanteil beinhalten.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, maximal 600 g Fleisch wöchentlich zu verzehren. Ein Verzehr darüber hinaus ist ungesund.
  • Falls Sie Rauchen, stellen Sie den Konsum am besten gänzlich ein.
  • Wissenschaftlichen Studien zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen regelmäßigem Kaffeekonsum und geringerem Risiko für Typ-2-Diabetes. Die Ursachen sind jedoch noch nicht geklärt. Einem Kaffeegenuss steht deshalb nichts im Wege.


Selbstanwendertest auf Diabetes-Typ-2

Kampagne von diabetesDE Deutsche Diabetes-Hilfe "Diabetes Stoppen - jetzt!"

Deutscher Gesundheitsbericht zu Diabetes 2016

News

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Juli

Sicher feiern mit Diabetes

Sicher feiern mit Diabetes

Ob Badesee oder Festival

Grillpartys, Musikfestivals oder entspannte Nachmittage am Badesee gehören für viele Menschen zu den ... Zum Ratgeber
Berg'sche Apotheke Wernau
Inhaberin Beate Ruof
Telefon 07153/3 28 98
Fax 07153/3 69 70
E-Mail beate.ruof@online.de