Schwerhörigkeit nicht ignorieren


Besser schnell in die HNO-Praxis
Schwerhörigkeit behandeln
stockyimages/Shutterstock.com

Zwischen 40 und 65 Jahren passiert es: Das Hörvermögen lässt nach. Aus Scham gehen viele Betroffene zu spät oder gar nicht zur HNO-Ärzt*in – obwohl sich das durchaus lohnt.

Sozialer Rückzug als Konsequenz

Schwerhörigkeit bedeutet nicht, dass Betroffene von einem Tag auf den anderen nichts mehr hören. Die ersten Anzeichen sind viel subtiler. Dann fällt es etwa auf einmal schwer, bei gleichzeitigen Hintergrundgeräuschen einem Gespräch zu folgen. Oder Geräusche lassen sich nicht mehr ohne weiteres der passenden Schallquelle zuordnen. „So kann man zum Beispiel in einer Gruppe nicht mehr so gut den Worten einer einzelnen Person folgen“, erklärt Christian Betz, Professor vom Uniklinikum Hamburg Eppendorf, das Phänomen.

Wer nicht sicher ist, ob er selbst oder ein Angehöriger betroffen ist, sollte sich fragen:

  •  Ist die Lautstärke beim Fernsehen oder Radiohören deutlich lauter als früher?
  • Wird ein Ansprechen von der Seite oft nicht wahrgenommen? 
  • Sind Gespräche in Gruppen plötzlich anstrengend geworden?
  • Werden soziale Kontakte vermieden, um der Anstrengung aus dem Weg zu gehen?

Klingt erst mal nicht so schlimm? Das täuscht, denn viele Betroffene ziehen sich mit zunehmendem Hörverlust sozial immer mehr zurück – meist aus Scham oder weil das Zuhören einen regelrecht auslaugt. Soziale Isolation, Depression und nachlassende kognitive Leistungen sind oft die Folge.

Hörgeräte zahlen sich aus

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum Betroffene den Schritt zur HNO-Ärzt*in wagen und ein Hörgerät in Betracht ziehen sollten. Denn so manche Hörminderung kann durch ein Hörgerät sogar aufgehalten oder verringert werden. Christian Betz schätzt: „Nur etwa 20 Prozent der Hörgeschädigten, die von einer Hörhilfe profitieren könnten, tragen eine.“ Daran ist nicht nur der Umstand schuld, dass die Hörschwäche durch das Gerät für die Umwelt sichtbar wird. Sondern auch, dass das Hörgerät am Anfang oft als unangenehm empfunden wird. Schließlich hat sich das Gehirn schon an die fehlenden Töne gewöhnt und fühlt sich dann durch diese „gestört“. Das Tragen eines Hörgeräts muss also regelrecht trainiert werden – zahlt sich langfristig aber aus.


News

Wärmflaschen richtig benutzen
Wärmflaschen richtig benutzen

Achtung, Verbrühungs-Gefahr

Wärmflaschen sind bei vielen Gelegenheiten hilfreich. Sie haben allerdings auch ihre Tücken – im schlimmsten Fall kann man sich damit verbrühen. Damit das nicht passiert, gibt es hier ein paar praktische Tipps.   mehr

Wie Medikamente heiser machen
Wie Medikamente heiser machen

Pille, ACE-Hemmer und Kortison

Manchmal ist es gar nicht die Erkältung, die eine Heiserkeit auslöst. Auch Medikamente können zu Stimmstörungen führen. Ob man sie absetzen oder austauschen kann, entscheidet die Ärzt*in. Zusätzlich lässt sich aber mit Hausmitteln helfen.   mehr

Säureblocker nicht zu lange schlucken
Säureblocker nicht zu lange schlucken

Nebenwirkungen nicht unterschätzen

Ob Refluxkrankheit oder Gastritis: Protonenpumpenhemmer machen schnell Schluss mit Magenschmerzen und Sodbrennen. Allerdings gibt es gute Gründe, die Säureblocker nicht allzu lange einzunehmen.   mehr

Nach Infarkt Beine stärken
Person beim Beintraining auf einem Outdoor-Fitnessplatz.

Herzschwäche vorbeugen

Herzinfarkt überstanden? Jetzt heißt es, die Beinmuskulatur zu trainieren. Denn Personen mit viel Kraft in den Beinen entwickeln nach ihrem Herzinfarkt seltener eine Herzschwäche.   mehr

Mit dem Baby schwimmen
Mit dem Baby schwimmen

Löst Chlorwasser Asthma aus?

Der frühe Kontakt mit Wasser macht schon den Kleinsten Freunde, nimmt Ängste und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind. Dennoch könnte der Aufenthalt im gechlorten Wasser auch Nachteile haben. Die Fachwelt diskutiert, ob Babyschwimmen im Kindesalter Asthma begünstigt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Februar

Diese Impfungen müssen sein

Diese Impfungen müssen sein

Kindergesundheit im Blick

Impfen ist wichtig: Es schützt Säuglinge und Kleinkinder vor schweren Erkrankungen und deren lebensl ... Zum Ratgeber
Berg'sche Apotheke Wernau
Inhaberin Beate Ruof
Telefon 07153/3 28 98
Fax 07153/3 69 70
E-Mail beate.ruof@online.de